Betreuung kranker Kinder

Wir betreuen kranke und langzeitkranke Kinder und Jugendliche in der Klinik, die wenig oder gar keinen Besuch bekommen. Ebenso besuchen und engagieren wir uns für Frühgeborene und intensiv-medizinisch betreute Kinder.  Durch unseren Einsatz bei den Kindern und durch die Betreuung ihrer Geschwister im Krankenhaus entlasten wir die Eltern in ihrer Notsituation.

 

Mit liebevoller Zuwendung und Einfühlungsvermögen versuchen wir, den Kindern ihre Ängste zu nehmen, sie aufzumuntern und dadurch den Krankenhausaufenthalt für sie so positiv wie möglich mitzugestalten. Der Besuchsdienst erfolgt stets in Absprache und mit Zustimmung der Eltern und der Station. Inzwischen werden die Besuche auch im Wechsel mit den Eltern durchgeführt, um diese zu entlasten. Dabei sehen wir auch die Bedürfnisse der vorhandenen Geschwister oder die gefährdete Berufsarbeit der Eltern.  

 

Wir haben es uns zum Grundsatz gemacht, dass möglichst die gleiche Betreuerin/Betreuer das Kind besucht. Die Betreuerinnen kommen regelmäßig, um mit dem erkrankten Kind zu spielen, vorzulesen, zu erzählen, zu basteln oder einfach nur da zu sein und die Hand zu halten. Wenn möglich wird das Kind auch auf den Schoß oder Arm genommen, gehalten und gekuschelt. Bei den vielen wechselnden Gesichtern von Ärzten, Pflegepersonen und Therapeuten hat das Kind damit einen unbelasteten Kontakt, auf den es sich freuen kann.

Erlebnisbericht aus dem Besuchsdienst

Wie wertvoll und wichtig unsere Besuche bei Kindern im Krankenhaus sind erfahre ich nahezu bei jedem meiner Besuche. Die Kinder, egal welches Alter, belohnen mit einem Lächeln. Die Eltern wissen ihre Kinder sind für diese Zeit nicht alleine. Vorsingen, spielen, mit den Kindern reden und manchmal einfach nur da sein. Es ist so schön zu erleben, wie die Kinder zur Ruhe kommen, zuhören aufmerksam sind und vertrauen finden.

 Dieses Vertrauen bekommen wir auch von den Eltern. Wir schenken "Zeit", die den Kindern und Eltern zugutekommt. Für mich die sinnvollste Art ein Ehrenamt auszuüben. Da ich selbst an Rheuma erkrankt bin und nicht mehr arbeiten gehen kann, ist es für mich ein Geben und Nehmen. Von den Kindern und Eltern kommt so viel Dankbarkeit in unterschiedlicher Form zu mir zurück. So oft und solange ich kann, werde ich dieses Ehrenamt ausüben.


Geschwisterkind-Betreuung

Ziel von AKIK ist es, den Eltern-Kind Kontakt von Geburt an zu sichern. Alle unsere Projekte dienen dieser Zielsetzung und sind darauf ausgerichtet Eltern zu entlasten und Kinder zu stützen. 
Wir wissen, dass die eigenen Eltern die besten Vertrauenspersonen sind, die Kinder im Krankenhaus um sich haben können, um seelische Schäden zu verhindern. Gerade weil wir die Rolle der Eltern an der Seite ihres Kindes unterstützen, ist die Geschwisterbetreuung so wichtig. Denn fragt man nach Gründen, die Eltern von der Betreuung in der Klinik abhalten, wird häufig die doppelte Belastung durch gesunde Kinder zu Hause genannt.


Wenn eine Mitnahme der Geschwisterkinder auf die Station (aus Gründen der Schwere der Erkrankung etc.) oder bei langen Krankenhausaufenthalten nicht möglich ist, nimmt der physische und seelische Druck auf die ganze Familie zu. Dieser Druck trifft die gesunden Kinder, die sich abgeschoben und vernachlässigt fühlen, die Eltern, die im Dauerstress sind und das kranke Kind, dass sich alleine gelassen fühlt, obwohl seine Eltern sich aufreiben.


Unsere Geschwisterkindbetreuung kann hier in zweifacher Hinsicht helfen: Gut aufgehoben, können Geschwisterkinder spielen, lachen und ihre Sorgen vergessen, während die Eltern das kranke Kind betreuen. Unser Hauptanliegen, die Entlastung und Stärkung der Eltern und die Steigerung ihrer Betreuungskapazität – ist zudem ein Ziel, das den kranken Kindern und ihren Geschwistern gleichermaßen zugute kommt. Nur starke Eltern haben Zeit für die Nöte ihrer Kinder und sind in der Lage für ihre Kinder einzustehen!

Unterstützung gesucht

Wir sind immer wieder auf der Suche nach freiwilligen Helfern, die sich vorstellen können Kinder im Krankenhaus zu besuchen. Sei es, weil die Kinder nicht ausreichend besucht werden können oder um die Eltern zu unterstützen, die weit entfernt wohnen, arbeiten müssen, Zeit für Geschwisterkinder und Partnerschaft brauchen oder einfach einmal „Luft holen“ wollen. Wie oft und wie lange wir das Kind besuchen wird individuell abgesprochen.

 

Unsere Arbeit ist ehrenamtlich und wird daher nicht bezahlt. Wir erwarten keine Vorkenntnisse und Sie müssen nicht pflegerisch tätig sein. Wenn Sie Freude daran haben Kindern vorzulesen, mit ihnen zu spielen oder zu singen und Sie die nötige Zeit zur Verfügung haben, dann melden Sie sich bitte bei uns.

 

Da im Krankenhaus auch viele ausländische Kinder sind freuen wir uns immer sehr über Fremdsprachenkenntnisse. Auch wenn Sie nicht aktiv bei uns mitmachen möchten oder können, freuen wir uns auch, wenn Sie uns durch eine Mitgliedschaft oder eine Spende unterstützen. Bei Interesse melden Sie sich einfach bei Ihrem entsprechenden Ortsverband.